Ertrag einer Photovoltaikanlage: welche Zahl zählt
Jahresertrag, Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad klingen ähnlich und beschreiben Verschiedenes. Wer sie verwechselt, plant an seinem Verbrauch vorbei.
Ein Speicher spart nicht Strom, sondern die Differenz zwischen Bezugspreis und Einspeisevergütung. Daraus folgt alles Weitere, auch wann er warten kann.
Passende Leistung: Photovoltaik
Ein Batteriespeicher erzeugt keinen Strom. Er verschiebt ihn: aus der Mittagsspitze in den Abend, gelegentlich in die Nacht. Sein wirtschaftlicher Wert ist deshalb genau eine Größe: der Abstand zwischen dem, was eine bezogene Kilowattstunde kostet, und dem, was eine eingespeiste einbringt. Alles andere in einem Speicherangebot ist Ableitung aus dieser Differenz.
Das klingt trivial, hat aber eine unbequeme Folge: Der Speicher wird nicht mit dem Strompreis verglichen, sondern mit der Differenz. Und diese Differenz ist kleiner als der Strompreis. Der eingespeiste Strom bringt schließlich etwas ein, wenn auch wenig.
Wer ein Speicherangebot einordnen will, braucht vier Zahlen. Drei davon stehen im Angebot, die vierte in der eigenen Stromabrechnung.
Aus nutzbarer Kapazität, Zyklenzahl und Wirkungsgrad ergibt sich die jährlich zusätzlich selbst genutzte Strommenge. Multipliziert mit der Ersparnis je Kilowattstunde ergibt sie den jährlichen Ertrag des Speichers. Diesem Ertrag stehen die Kosten gegenüber, und die Lebensdauer entscheidet, wie oft der Ertrag anfällt, bevor ersetzt werden muss.
Zwei Grenzen der Lebensdauer
Speicher altern doppelt: durch Zyklen und durch Zeit. Die Garantie nennt beides: eine Zyklenzahl und eine Jahresangabe, je nachdem, was zuerst eintritt. Wer über die kalendarische Grenze hinaus rechnet, rechnet mit einer Anlage, die es dann nicht mehr gibt. Und ein Speicher, der viele Jahre nur halb genutzt wird, erreicht seine Zyklen nie. Dort läuft die Uhr, nicht der Zähler.
Dieselbe Anlage, dieselben Kosten, und je nach Haushalt ein völlig anderes Ergebnis. Ausschlaggebend ist, wann im Haus Strom gebraucht wird.
Als Anhaltspunkt für die Größe hat sich rund eine Kilowattstunde nutzbare Kapazität je tausend Kilowattstunden Jahresverbrauch bewährt, und selten mehr als die Anlagenleistung in Kilowatt-Peak. Was darüber hinausgeht, verlängert die Amortisation, ohne den Eigenverbrauch nennenswert zu heben.
Ein häufiger Grund für die Anschaffung ist der Wunsch, bei einem Netzausfall weiter Strom zu haben. Ob ein Speicher das leistet, hängt an einer Eigenschaft, die im Prospekt oft nur angedeutet wird, und die drei sehr verschiedene Ausbaustufen kennt.
Wer die Ersatzversorgung möchte, entscheidet das vor der Auswahl des Geräts. Nachrüsten heißt in aller Regel: Wechselrichter tauschen und den Zählerschrank umbauen.
Vor dem Speicher lohnt der Blick auf die beiden großen Verbraucher, die den Lastgang stärker verändern als jede Batterie.
Jahresertrag, Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad klingen ähnlich und beschreiben Verschiedenes. Wer sie verwechselt, plant an seinem Verbrauch vorbei.
Die Ladeleistung begrenzt fast immer das Fahrzeug, nicht die Wandstation. Es zählen Fahralltag, Onboard-Lader und der Zustand des Zählerschranks.
Nicht das Baujahr entscheidet, sondern die Vorlauftemperatur am kalten Tag — mit dem vorhandenen Kessel in einer Heizperiode selbst zu ermitteln.
Die Auslegung entsteht aus Viertelstundenwerten und dem geplanten Ausbau, nicht aus einer Faustformel im Angebot.