Smart Home verkabelt oder per Funk: entschieden je Gewerk
Die Entscheidung fällt Gewerk für Gewerk, nicht zwischen zwei Lagern: Manches verlangt eine Leitung, vieles kommt ohne aus, einiges scheitert am Rückfall.
Licht, Beschattung, Heizung, Sicherheit und Energie arbeiten in einem System zusammen, verkabelt und ohne Cloud-Zwang.
Ein Smart Home auf Loxone-Basis verbindet Gewerke, die sonst nebeneinander herlaufen: Die Beschattung kennt den Sonnenstand, die Heizung das offene Fenster, die Beleuchtung die Anwesenheit. Gesteuert wird über Taster, App oder Automatik. Die Logik liegt dabei im Gebäude und nicht auf einem fremden Server. Die Anlage arbeitet also weiter, wenn die Internetverbindung ausfällt.
Jeder Bereich hängt an derselben Steuerung: Messwerte und Tastendrücke laufen hinein, Schaltbefehle hinaus. Deshalb kennt die Beschattung den Sonnenstand, die Heizung das offene Fenster und die Wallbox den Überschuss vom Dach, ohne dass jemand neun Systeme aufeinander abstimmt.
Bereiche
Schematische Darstellung. Welche Bereiche zum Einsatz kommen, entscheidet sich am Gebäude und an der gewählten Ausbaustufe.
Sechs Situationen, in denen sich das Zusammenspiel bemerkbar macht. Jede davon ist eine Regel aus wenigen Bedingungen, und jede lässt sich abschalten, wenn sie nicht gefällt.
Die Beschattung öffnet nach Sonnenstand statt nach Uhrzeit, das Bad ist zur gewohnten Zeit warm, und das Licht bleibt gedimmt, solange es draußen dunkel ist.
Ein Tastendruck an der Tür schaltet Licht und Verbraucher ab, senkt die Raumtemperatur und aktiviert die Meldeanlage, ohne Rundgang durch die Räume.
Die Beschattung fährt vor der Hitze und nicht danach: Sonnenstand, Außentemperatur und Raumtemperatur entscheiden gemeinsam, welche Seite des Hauses verschattet wird.
Anwesenheitssimulation aus dem tatsächlichen Nutzungsmuster, abgesenkte Heizung, Frostschutz für Bad und Keller, und eine Meldung aufs Telefon, wenn etwas ausfällt.
Melder in Keller, Bad und Hauswirtschaftsraum lösen Warnung und Beleuchtung aus. Ist ein motorisches Absperrventil gesetzt, schließt es die Leitung mit.
Strom vom eigenen Dach geht zuerst in Warmwasser, Speicher oder Auto, bevor er ins Netz fließt. Die Reihenfolge legt die Planung fest, nicht der Zufall.
Die Frage entscheidet sich am Gebäude und nicht am Geschmack: Wo eine Leitung liegt oder ohne großen Eingriff hinkommt, ist der Bus die dauerhaftere Lösung. Wo keine hinkommt, schließt Funk die Lücke.
| VerkabeltBussystem im Neubau, in der Kernsanierung oder über vorhandene Leerrohre | FunkNachrüstung einzelner Funktionen im bewohnten Bestand | GemischtBus als Rückgrat, Funk in den Randbereichen | |
|---|---|---|---|
| Aufwand am Bau | Leitungen und ein größerer Verteiler; im Rohbau bleibt der Mehraufwand klein. | Kein Stemmen, keine Putzarbeit. Montage in Stunden statt in Tagen. | Verkabelt dort, wo ohnehin geöffnet wird; Funk im übrigen Bestand. |
| Betriebssicherheit | Keine Funkstrecke, keine Störung durch Nachbarnetze oder dicke Wände. | Abhängig von Reichweite, Baustoffen und der Belegung des Frequenzbands. | Die tragenden Funktionen liegen auf der Leitung, die Ergänzungen im Funk. |
| Versorgung der Bedienstellen | Taster und Sensoren hängen an der Busleitung und brauchen keine Batterie. | Batterien in Tastern und Sensoren; der Wechsel gehört zum Betrieb. | Batterien nur in den nachgerüsteten Geräten. |
| Reaktion | Unmittelbar, auch wenn viele Befehle gleichzeitig anfallen. | Meist unmittelbar, unter Last und bei schwachem Empfang spürbar verzögert. | Unmittelbar dort, wo es auf den Moment ankommt. |
| Aufwand im Betrieb | Gering: kein Batteriewechsel, kein erneutes Anlernen. | Batteriewechsel und gelegentliches Anlernen nach Funkabbruch. | Auf die Funkgeräte begrenzt. |
| Erweiterung | Über freie Klemmen und zusätzliche Baugruppen im Verteiler. | Gerät ergänzen und anlernen, solange die Funkstrecke trägt. | Beides möglich, je nach Ort und Funktion. |
Bussystem im Neubau, in der Kernsanierung oder über vorhandene Leerrohre
Nachrüstung einzelner Funktionen im bewohnten Bestand
Bus als Rückgrat, Funk in den Randbereichen
Die Einordnung gilt für Bussysteme und Funklösungen im Allgemeinen. Einzelne Standards unterscheiden sich in Reichweite, Verschlüsselung und Batterielaufzeit. Welcher Weg im konkreten Gebäude trägt, zeigt der Ortstermin.
Steuerung, Kameras, Fernzugriff und Arbeitsplätze hängen am selben Netz — und es ist die Ebene, an der ein Haus im Alltag scheitert, lange bevor die Automatik etwas falsch macht. Gebaut wird es mit Komponenten von UniFi: Router, Switches, Access Points und Kameras in einer Oberfläche statt in vier Herstellerwelten mit vier Apps.
Datendosen in den Räumen, Patchfeld und Switch im Verteiler. Was auf der Leitung läuft, belastet das Funkband nicht — und Access Points, Kameras und Türsprechstelle beziehen ihren Strom über dieselbe Leitung (PoE), ohne Steckdose am Montageort.
Access Points an Decke oder Wand statt einer Kette aus Repeatern. Beim Gang durch das Gebäude wechselt das Gerät die Zelle, ohne die Verbindung zu verlieren. Wie viele Punkte nötig sind, entscheiden Grundriss und Baustoffe, nicht die Quadratmeterzahl.
Aufzeichnung auf einem Rekorder im Gebäude, nicht bei einem Anbieter und ohne laufendes Abonnement. Bildausschnitt, Aufbewahrungsdauer und Blick auf öffentlichen Grund gehören dabei vor die Montage: Was aufgezeichnet werden darf, regelt die DSGVO.
Gebäudetechnik, Kameras, Arbeitsplätze und Gäste laufen in eigenen Netzbereichen. Ein fremdes Gerät im Gastnetz erreicht damit weder die Steuerung noch die Aufzeichnung — im Neubau derselbe Aufwand wie ein einziges großes Netz, nachträglich ein Umbau.
Der Weg von unterwegs läuft über eine verschlüsselte Verbindung, nicht über nach außen geöffnete Ports. Steuerung, Rekorder und Verwaltungsoberfläche sind aus dem Internet damit nicht unmittelbar erreichbar.
Geräte, Auslastung, Aufzeichnungen und Aktualisierungen stehen an einer Stelle. Das hält den Betrieb überschaubar und macht eine Störung nachvollziehbar, statt sie zwischen vier Apps zu suchen.
Ein verkabeltes System steht und fällt mit der Leitung. Diese Punkte entscheiden, wie weit der Ausbau reicht, ohne in die Substanz einzugreifen.
Die Entscheidung fällt selten für das ganze Gebäude auf einmal. Häufig wird der Verteiler als Rückgrat vorbereitet, ein Bereich verkabelt umgesetzt und der Rest später ergänzt: verkabelt, wo geöffnet wird, per Funk, wo es dabei bleiben soll.

Planung, Installation und Programmierung laufen im Partnerprogramm des Herstellers: geschult auf das System, mit Zugang zur Konfigurationssoftware und zum technischen Support. Ausgelegt, montiert und programmiert wird im eigenen Betrieb, ohne Weitergabe an einen fremden Systemintegrator.
Loxone ist eine Marke der Loxone Electronics GmbH. Smart Horizon ist ein eigenständiger Fachbetrieb.
Welches Gewerk eine Leitung verlangt und welches ohne auskommt, ist die eine Frage. Die andere: was die Steuerung am Eigenverbrauch überhaupt bewegt.
Die Entscheidung fällt Gewerk für Gewerk, nicht zwischen zwei Lagern: Manches verlangt eine Leitung, vieles kommt ohne aus, einiges scheitert am Rückfall.
Ein Speicher spart nicht Strom, sondern die Differenz zwischen Bezugspreis und Einspeisevergütung. Daraus folgt alles Weitere, auch wann er warten kann.
Ein Ortstermin klärt Leitungswege, Platz im Verteiler und den sinnvollen Ausbaugrad, vor der ersten Zahl im Angebot.