Unternehmen

Ein Betrieb für Strom, Wärme und Wasser

Smart Horizon führt die Gewerke zusammen, die in einem Gebäude ohnehin zusammenhängen: Elektroinstallation, Photovoltaik, Wärme, Kühlung, Ladetechnik und die Steuerung darüber. Was dieser Zuschnitt im Alltag ändert und woran er sich messen lässt, steht auf dieser Seite.

Weshalb die Gewerke zusammenliegen

Ein Gebäude kennt keine Gewerkegrenzen. Die Photovoltaikanlage speist den Zählerschrank, an dem die Wärmepumpe hängt; die Wallbox teilt sich mit ihr die Anschlussleistung; die Kühlung läuft dann am günstigsten, wenn das Dach am meisten liefert. Beauftragt werden diese Anlagen trotzdem meist einzeln, bei Betrieben, die voneinander nichts wissen und deren Angebote zu unterschiedlichen Zeitpunkten entstehen.

Der Ausgang ist meist derselbe: Jede Anlage funktioniert für sich, keine kennt den Zustand der anderen. Die Wärmepumpe heizt nachts aus dem Netz, obwohl der Speicher mittags voll war. Der Zählerschrank passt für die Photovoltaik, aber nicht mehr für den Ladepunkt zwei Jahre später. Für Fehler an den Schnittstellen ist niemand zuständig, weil die Schnittstelle zwischen zwei Aufträgen liegt und in keinem.

Auf diese Lücke ist der Betrieb zugeschnitten. Strom, Wärme und Wasser laufen über einen Auftragnehmer, die Gebäudesteuerung wird von Anfang an mitgeplant statt nachträglich übergestülpt, und die Auslegung nimmt vorweg, was später dazukommen soll. Der Vorteil entsteht nicht daraus, dass ein Betrieb mehr anbietet, sondern daraus, dass zwischen den Gewerken niemand übergibt.

Kein Generalunternehmen

Zusammengefasst ist die Haustechnik, nicht der ganze Bau. Gerüst, Dach, Estrich, Putz und Malerarbeiten bleiben bei den Betrieben, die sie können; abgestimmt wird dort, wo die eigenen Arbeiten daran hängen, und gesagt wird es vorher.

Gerechnet, nicht geschätzt

Der zweite Grundsatz betrifft die Auslegung. Heizlast, Ertrag, Lastverteilung und Trocknungsverlauf sind rechenbar, und sie werden gerechnet, auch dort, wo eine Faustformel schneller wäre. Eine zu groß gewählte Wärmepumpe taktet sich durch den Winter, ein zu knapp bemessener Zählerschrank blockiert den Zubau, eine nach Erfahrungswert beendete Trocknung hinterlässt Feuchte unter dem Belag. Alle drei Fehler fallen erst auf, wenn ihre Korrektur teuer ist.

  • Heizlast aus Gebäude und Bauteilen, nicht aus Wohnfläche mal Kennwert, und geprüft am Absenkversuch der vorhandenen Heizung.
  • Ertragsprognose aus Ausrichtung, Neigung und Verschattung des tatsächlichen Dachs, nicht aus einer Modulzahl.
  • Lastverteilung über Hausanschluss, Zählerschrank und die Anlagen, die erst später dazukommen.
  • Feuchte an festen Messstellen, dokumentiert bis zur Freimessung, statt Trocknung nach Gefühl.

Dazu gehört, das Ergebnis auch dann zu nennen, wenn es gegen das Vorhaben spricht: ein Dach, dessen Ertrag den Speicher nicht trägt, eine Wärmepumpe, die vor dem Tausch einzelner Heizkörper keinen sinnvollen Betriebspunkt findet, ein Ladepunkt, der ohne Lastmanagement die Anschlussleistung sprengt. Ein Angebot, das sich nachrechnen lässt, ist mehr wert als eines, das sich gut liest.

Qualifikation

Worauf die Ausführung gestützt ist

Ein Teil dieser Arbeiten ist an Nachweise gebunden. Ohne sie dürften sie gar nicht angeboten werden. Was das jeweils bedeutet, steht hier.

Meisterbetrieb in drei Gewerken

Elektrotechnik, Gas und Wasser. Verteilung, Heizung und Sanitär liegen damit in eigener Ausführung. Der häufigste Anlass, ein Gewerk weiterzugeben, entfällt.

Anmeldung beim Netzbetreiber

Photovoltaikanlagen und Ladepunkte darf nur ein eingetragenes Installationsunternehmen anmelden. Anmeldung und Eintrag im Marktstammdatenregister laufen deshalb über den Betrieb und nicht über die Eigentümerseite.

Arbeiten am Kältekreis

Split- und Wärmepumpenanlagen enthalten fluorierte Kältemittel; Eingriffe in den Kreislauf sind an den Sachkundenachweis nach der F-Gase-Verordnung gebunden. Ohne ihn ließe sich Klimatechnik nicht anbieten.

Gebäudesteuerung im eigenen Haus

Loxone wird hier geplant, programmiert und übergeben, nicht zugekauft. Programmstand und Parametrierung bleiben dokumentiert und damit auch für einen anderen Betrieb lesbar.

Messtechnik statt Annahme

Isolations- und Fehlerstrommessung, Feuchtemessung, Thermografie, Prüfgas und Endoskop gehören zur Ausrüstung. Was sich messen lässt, wird gemessen, im Notdienst ab dem ersten Termin.

Bereitschaft nach der Übergabe

Wartung und Störungsdienst bleiben im selben Betrieb, außerhalb der Geschäftszeit übernimmt der Notdienst dieselbe Rufnummer. Es kommt der Betrieb, der die Anlage kennt.

Auftraggeber

Für wen gebaut wird

Die Arbeit am Gerät ist dieselbe. Was sich unterscheidet, ist alles darum herum: Abstimmung, Terminfenster, Unterlagen und die Frage, wer während der Montage im Gebäude ist.

Privateigentum

Ein Objekt, selbst genutzt

Typische Vorhaben
Erneuerung der Elektrik, Photovoltaik mit Speicher, Wärmepumpe, Wallbox, Kühlung einzelner Räume.
Vor dem Angebot
Ein Ortstermin, an dem Bestand und Vorhaben gemeinsam aufgenommen werden.
Terminierung
Feste Fenster, Reihenfolge nach technischer Abhängigkeit.
Unterlagen
Messprotokolle, Datenblätter, Nachweise für Netzbetreiber und Förderung.
Nach der Übergabe
Einweisung an der Anlage, danach Wartung und Störungsdienst im selben Betrieb.

Vermietung und Verwaltung

Mehrere Einheiten, geteilte Zuständigkeit

Typische Vorhaben
Zählerplätze und Steigleitungen, Heizungstausch im Mehrfamilienhaus, Ladepunkte an Stellplätzen, Trocknung nach Leitungswasser.
Vor dem Angebot
Aufnahme über die Verwaltung, mit Abstimmung von Zugang und Mieterinformation.
Terminierung
Gebündelte Termine je Objekt, damit Einheiten nicht einzeln angefahren werden.
Unterlagen
Dieselben Unterlagen je Einheit, zusätzlich als Übersicht für das ganze Objekt.
Nach der Übergabe
Eine Rufnummer für alle Objekte; Störungen laufen über die Verwaltung oder direkt.

Gewerbe und Betriebsgebäude

Der Betrieb läuft weiter

Typische Vorhaben
Unterverteilungen, Photovoltaik auf Hallendächern, Ladepunkte für Fuhrpark und Personal, Kühlung von Technik- und Büroräumen.
Vor dem Angebot
Aufnahme im laufenden Betrieb, einschließlich der Zeiten, in denen nicht gearbeitet werden kann.
Terminierung
Abschaltungen und lärmintensive Arbeiten außerhalb der Kernzeiten, soweit planbar.
Unterlagen
Dokumentation für Prüfpflichten und Betriebsunterlagen, auf Wunsch nach Kostenstellen getrennt.
Nach der Übergabe
Wartung in abgestimmten Intervallen, Störungsdienst über dieselbe Nummer.

Der Schwerpunkt liegt bei Wohngebäuden. Gewerbliche Aufträge sind kein Sonderfall, werden aber nach Umfang und Terminlage angenommen. Verbindlich wird beides erst mit dem Angebot.

Hamm und 50 Kilometer im Umkreis

Der Betrieb sitzt in Hamm und arbeitet im Stadtgebiet und im Umkreis von rund 50 Kilometern. Das Gebiet bleibt bewusst überschaubar, und der Grund dafür ist nicht die Anfahrt zur Montage, sondern die Betreuung danach: Ob eine Störung am selben Tag behoben werden kann, ist eine Frage der Entfernung, und eine Anlage, deren Wartung an der Entfernung scheitert, wäre besser nicht von hier gebaut worden.

Für Anfragen von außerhalb entscheidet deshalb der Umfang. Eine mehrtägige Montage lässt sich weiter entfernt planen als eine Störungsbeseitigung am Nachmittag; im Notdienst zählt allein, wer schnell da sein kann. Was im Einzelfall geht, klärt ein Anruf vor dem Angebot.

Vorab geklärt

Fragen zum Betrieb

Karriere

Bock auf Handwerk?

Der Zuschnitt des Betriebs verändert nicht nur den Auftrag, sondern auch den Arbeitstag: Wer hier anfängt, bleibt selten den ganzen Tag im eigenen Gewerk. Was das im Alltag bedeutet und was es nicht bedeutet, steht hier — nachlesbar vor der Bewerbung statt erklärt im Vorstellungsgespräch.

Was den Alltag ausmacht

  • Alle Sparten im Haus: Elektrotechnik, Gas und Wasser, dazu Kältetechnik und die Gebäudesteuerung. Über die Grenze des eigenen Gewerks hinaus zu arbeiten, ist hier der Regelfall und kein Ausnahmeeinsatz.
  • Anlagen von der Aufnahme bis zur Übergabe statt Montage nach fremdem Plan: Wer baut, war meist schon beim Ortstermin dabei und kennt den Grund für die Auslegung.
  • Messtechnik als Ausrüstung, nicht als Sonderfall. Isolations- und Fehlerstrommessung, Feuchtemessung, Thermografie, Prüfgas und Endoskop gehören zum Fahrzeug.
  • Loxone wird hier geplant, programmiert und übergeben. Die Einarbeitung in die Steuerung läuft an eigenen Anlagen und nicht an der Schulungsanlage eines Lieferanten.
  • Einsätze in Hamm und 50 Kilometern im Umkreis statt Fernmontage. Das Einzugsgebiet bleibt bewusst überschaubar, damit die Betreuung nach der Übergabe trägt.

Was hier nicht erwartet werden sollte

  • Ein Gewerk und nichts daneben. Wer sich fachlich auf eine Sparte beschränken möchte, ist in einem spezialisierten Betrieb besser aufgehoben.
  • Ausführen ohne Rückfrage: Wo die Ausführung der Auslegung widerspricht, wird das gesagt, auch wenn es den Ablauf verzögert.
  • Arbeit ohne Nachweis. Messprotokolle, Stromlaufpläne, Beschriftung und Parametrierung gehören zum Auftrag und nicht zur Nacharbeit, wenn Zeit dafür bleibt.
  • Ein Wochenablauf ohne Störungen. Notdienst und Havarien lassen sich einteilen und ankündigen, aber nicht wegplanen — sie gehören zu einem Betrieb, der die eigenen Anlagen weiter betreut.

Ausgeschrieben ist derzeit nichts. Gelesen werden Bewerbungen trotzdem: Hilfreich sind Gewerk und Abschluss, bisherige Arbeiten, Führerschein und der frühestmögliche Zeitpunkt. Zeugnisse können nachgereicht werden, ein Anschreiben über zwei Seiten braucht es nicht. Wer lieber sprechen möchte: 02385 9206274.

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Vom Grundsatz zum eigenen Gebäude

Was der Zuschnitt am konkreten Haus bedeutet, zeigt der Ortstermin: Bestand aufnehmen, rechnen, Reihenfolge festlegen.

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