Wärmepumpe im Altbau: der Test, der die Frage beantwortet
Nicht das Baujahr entscheidet, sondern die Vorlauftemperatur am kalten Tag — mit dem vorhandenen Kessel in einer Heizperiode selbst zu ermitteln.
Split- und Multisplitanlagen für Wohnräume, Büros und Technikräume, leise geregelt und sparsam im Betrieb.
Kühlung entscheidet über die Nutzbarkeit von Dachgeschossen, Büros und Serverräumen, und über den Strombedarf im Sommer. Split- und Multisplitanlagen arbeiten mit Inverter-Technik und drosseln, statt zu takten; das hält den Verbrauch niedrig und die Geräte hörbar leise. Wo eine Wärmepumpe vorhanden ist, lohnt vorab die Frage, ob sie den Kühlbedarf über die Flächenheizung mit abdeckt.
Der Querschnitt zeigt, was bei einer Splitanlage wohin gehört. Das Innengerät kühlt und entfeuchtet die Raumluft, die Außeneinheit gibt die aufgenommene Wärme wieder ab. Dazwischen liegen die isolierte Kälteleitung und die Durchführung, und unter dem Innengerät der Weg, den das Kondensat nimmt.
Schematisch, nicht maßstäblich. Aufstellort, Leitungsweg und Abstand zur Grenze ergeben sich am Gebäude.
Drei Wege zur gekühlten Raumluft, die sich weniger im Preis als im Verhalten unterscheiden: wie schnell die Kühlung wirkt, ob sie entfeuchtet und ob im Raum überhaupt ein Gerät steht.
| SplitanlageEin Innengerät an einer Außeneinheit | MultisplitanlageMehrere Innengeräte an einer Außeneinheit | Kühlbetrieb der WärmepumpeKühlung über die vorhandene Flächenheizung | |
|---|---|---|---|
| Kühlt | Einen Raum, gezielt | Mehrere Räume, je Gerät getrennt geregelt | Alle Räume mit Flächenheizung, gemeinsam |
| Reaktion | Spürbar innerhalb von Minuten | Spürbar innerhalb von Minuten, je Raum | Träge, die Fläche kühlt über Stunden aus |
| Entfeuchtung | Ja, am Verdampfer fällt Kondensat an | Ja, an jedem Innengerät | Nein, die Vorlauftemperatur bleibt über dem Taupunkt, sonst schwitzt der Boden |
| Im Raum hörbar | Ventilator am Innengerät | Ventilator an jedem Innengerät | Nichts, im Raum steht kein Gerät |
| Außeneinheit | Eine je Innengerät | Eine für mehrere Innengeräte, in der Zahl herstellerseitig begrenzt | Die vorhandene Wärmepumpe, keine zusätzliche |
| Nachrüstung im Bestand | Eine Kernbohrung je Gerät, kurzer Leitungsweg | Ein gebündelter Leitungsweg zur Außeneinheit, dafür mehr Planung | Nur wenn Wärmepumpe und Flächenheizung den Kühlbetrieb vorsehen |
Ein Innengerät an einer Außeneinheit
Mehrere Innengeräte an einer Außeneinheit
Kühlung über die vorhandene Flächenheizung
Die Bauart entscheidet das Gebäude, nicht der Katalog: Zahl und Lage der Räume, möglicher Leitungsweg und die vorhandene Wärmeerzeugung. Kühlen über die Flächenheizung setzt zusätzlich voraus, dass die Wärmepumpe dafür ausgelegt ist und den Taupunkt überwacht.
Nicht das Gerät bestimmt, ob eine Klimaanlage später leise und trocken läuft, sondern der Ort, an dem sie hängt. Diese drei Fragen gehören deshalb vor die Bestellung.
Alle drei Punkte werden vor der Montage geklärt und schlagen sich im Aufstellort nieder. Nachträglich lassen sich Kondensatweg, Bohrung und Schallabstand nur mit erheblichem Aufwand korrigieren.
Ob die vorhandene Wärmepumpe den Kühlbedarf mitträgt, klärt der Beitrag zum Altbau. Woher der Strom im Sommer kommt, der zur Ertragsrechnung des eigenen Dachs.
Nicht das Baujahr entscheidet, sondern die Vorlauftemperatur am kalten Tag — mit dem vorhandenen Kessel in einer Heizperiode selbst zu ermitteln.
Jahresertrag, Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad klingen ähnlich und beschreiben Verschiedenes. Wer sie verwechselt, plant an seinem Verbrauch vorbei.
Kühllast, Aufstellort, Leitungsweg und Schallabstand lassen sich nur am Gebäude klären.