Leistung

Elektroinstallation

Installation, Sanierung und Prüfung: vom Zählerschrank bis zur Steckdose, im Neubau wie im Bestand.

Jede weitere Technik im Haus hängt an der Elektroinstallation: Photovoltaik, Wärmepumpe und Wallbox brauchen Platz im Zählerschrank, ausreichende Querschnitte und einen aktuellen Schutzstandard. In Altbauten fehlt beides häufig. Aufnahme, Bewertung und Sanierung erfolgen deshalb mit Blick darauf, was in den nächsten Jahren noch dazukommt, statt zweimal dieselbe Wand zu öffnen.

Umfang
Neubau, Sanierung, Prüfung
Nachweis
E-Check, Messprotokoll, DGUV V3
Betrieb
Meisterbetrieb Elektrotechnik
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Enthalten

  • Elektroinstallation im Neu- und Umbau
  • Sanierung von Altanlagen
  • Zählerschrank und Unterverteilung
  • Prüfung der Anlage mit Messprotokoll
  • DGUV-V3-Prüfung von Geräten und Anlagen
  • Beleuchtung, Netzwerk und Datenverkabelung
  • Störungssuche und Instandsetzung

Gut zu wissen

  • Fehlende Fehlerstromschutzschalter und klassische Nullung sind typische Befunde in Anlagen vor 1990.
  • Der Zählerschrank ist der Engpass für Wärmepumpe, Wallbox und Speicher, er wird zuerst geprüft.
  • Leerrohre in der Sanierung halten spätere Erweiterungen offen.
  • Für Vermietung und Verkauf ist eine dokumentierte Prüfung belastbarer als eine Sichtkontrolle.

Ablauf

  1. 1
    Bestand aufnehmen und Anlage prüfen.
  2. 2
    Bedarf klären, auch für später geplante Technik.
  3. 3
    Verteilung, Stromkreise und Leitungswege planen.
  4. 4
    Installation in Absprache mit dem Bauablauf.
  5. 5
    Messung, Prüfprotokoll und Übergabe.
Bestandsaufnahme

Anzeichen für eine überfällige Erneuerung

Alt heißt nicht schlecht, eine sauber ausgeführte Anlage aus den Neunzigern trägt oft noch. Die folgenden Befunde sind aber der Punkt, an dem sich eine Erweiterung ohne Sanierung nicht mehr lohnt.

Deutliche Befunde

  • Kein Fehlerstromschutzschalter im Verteiler, weder für das Bad noch für die Steckdosenstromkreise.
  • Klassische Nullung: Schutzleiter und Neutralleiter liegen auf derselben Ader.
  • Schraubsicherungen statt Leitungsschutzschaltern.
  • Zweiadrige Leitungen und Steckdosen ohne Schutzkontakt.
  • Stoffummantelte Leitungen oder Aluminiumleiter aus den Nachkriegsjahrzehnten.

Anzeichen im Alltag

  • Die Sicherung fällt, sobald zwei größere Geräte gleichzeitig laufen.
  • Ein ganzes Geschoss hängt an einem einzigen Stromkreis.
  • Mehrfachsteckdosen und Verlängerungen ersetzen dauerhaft fehlende Anschlüsse.
  • Im Verteiler ist kein Platz mehr frei, die Stromkreise sind nicht beschriftet.
  • Warme Steckdosen oder Schalter, wiederkehrendes Flackern beim Einschalten.

Spricht für den Bestand

  • Fehlerstromschutzschalter vorhanden und über die Prüftaste auslösbar.
  • Schutz- und Neutralleiter durchgehend getrennt geführt.
  • Ausreichend Stromkreise, dokumentiert und beschriftet.
  • Freie Plätze im Zählerschrank für spätere Technik.
  • Ein Messprotokoll, das jünger ist als der letzte Umbau.

Ein einzelner Befund bedeutet keine Komplettsanierung. Treffen mehrere zusammen, setzt jede weitere Erweiterung auf einer Anlage auf, die den heutigen Schutzstandard nicht erfüllt. Dann kommt der Zählerschrank vor der Wärmepumpe.

Entscheidungshilfe

Prüfen, ergänzen oder erneuern

Zwischen „bleibt, wie es ist“ und „alles neu“ liegen zwei Zwischenschritte. Welcher trägt, entscheidet der Befund am Zählerschrank, nicht das Baujahr allein.

Prüfung

Bestand aufnehmen und messen

Anlass
Kauf, Vermietung oder Zweifel am Zustand
Umfang
Sichtprüfung, Messung, Protokoll
Eingriff in bewohnten Räumen
Keiner, nötig ist nur der Zugang zum Verteiler
Aufwand
Ein Ortstermin
Danach möglich
Klarheit über den Zustand als Grundlage für alles Weitere
Nachweis
Messprotokoll über den geprüften Bestand

Teilsanierung

Verteilung und einzelne Stromkreise

Anlass
Schutz fehlt nur in Teilen, die Leitungen sind brauchbar
Umfang
Neue Verteilung, Fehlerstromschutz, zusätzliche Stromkreise
Eingriff in bewohnten Räumen
Gering, meist auf den Verteilerraum begrenzt
Aufwand
Nach Umfang, ohne Auszug
Danach möglich
Einzelne neue Verbraucher, sofern Platz und Querschnitt reichen
Nachweis
Protokoll für die geänderten Teile der Anlage

Erneuerung

Zählerschrank und Leitungswege

Anlass
Klassische Nullung, voller Schrank, geplante Wärmepumpe oder Wallbox
Umfang
Neuer Zählerschrank, neue Leitungswege, neue Dosen
Eingriff in bewohnten Räumen
Deutlich: Wände werden geöffnet, Bereiche zeitweise stromlos
Aufwand
Nach Größe und Bauweise, abschnittsweise möglich
Danach möglich
Wärmepumpe, Wallbox, Speicher und Photovoltaik ohne zweiten Umbau
Nachweis
Protokoll für die gesamte Anlage

Die Zuordnung beschreibt den Regelfall und ist keine Zusage. Welcher Weg trägt, zeigt sich erst am Objekt.

Prüfung

DGUV-V3-Prüfung elektrischer Betriebsmittel

Wo Beschäftigte arbeiten, sind elektrische Anlagen und Geräte in wiederkehrenden Abständen zu prüfen, vom Verlängerungskabel im Büro bis zur fest angeschlossenen Maschine in der Halle. Im Privathaushalt schreibt das niemand vor, gemessen wird dort aber dasselbe — üblicher Anlass sind Hauskauf, Vermietung oder ein Nachweis für die Versicherung. Beides übernimmt der Betrieb mit eigener Messtechnik, im laufenden Betrieb und mit prüffähigem Protokoll.

Ortsveränderliche Betriebsmittel

Alles, was an einem Stecker hängt: Werkzeuge, Rechner, Haushalts- und Küchengeräte, Verlängerungen und Mehrfachsteckdosen. Je Gerät Sichtprüfung, Schutzleiter- und Isolationswiderstand, Ableitstrom und Funktionsprüfung, dazu eine Kennzeichnung am Gerät.

Ortsfeste Anlagen und Maschinen

Verteilungen, Stromkreise, Beleuchtung und fest angeschlossene Maschinen. Geprüft werden Schutzmaßnahmen, Fehlerstromschutzschalter und Abschaltbedingungen, für die Anlage im Ganzen statt Gerät für Gerät.

Fristen nach Anlass

Im Betrieb hängt der Abstand an Umgebung und Beanspruchung: Eine Baustelle oder Werkstatt steht früher an als ein Büro, maßgeblich ist die Gefährdungsbeurteilung. Privat gibt es keine vorgeschriebene Frist; den Anlass geben Kauf, Vermietung, Umbau oder eine Anlage, deren letzte Prüfung sich nicht mehr datieren lässt. Aus dem Bestand entsteht ein Prüfplan mit Erinnerung zum nächsten Termin.

Protokoll und Mängelliste

Zu jeder Prüfung gehören ein Bericht mit Messwerten, ein Verzeichnis der geprüften Geräte und eine Liste der Beanstandungen. Defekte Geräte werden gekennzeichnet und aus dem Verkehr genommen, kleine Mängel auf Wunsch direkt behoben.

Vorab geklärt

Fragen zur Elektroinstallation

Zum Nachlesen

Woran die Installation hängt

Was der Zählerschrank hergeben muss, steht im Beitrag zur Wallbox; welche Leitung eine Steuerung braucht, in dem zur Verkabelung.

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Anlage prüfen lassen

Ein Ortstermin am Zählerschrank klärt, was der Bestand noch trägt und was vor der nächsten Anlage zu tun ist.

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